Bombenanschlag in Hyderabad

September 1st, 2007

Nur eine Woche nachdem wir dort gewesen sind. Über 40 Leute wurden dabei getötet. Irgendwie sehr beunruhigend…

Kavitha’s Verlobungsfeier

August 27th, 2007

Dieses Wochenende waren wir auf Kavitha’s Verlobungsfeier eingeladen. Wir sind extrem früh hingefahren, weil die Mädels sich noch in die Sarees schmeißen mussten. Brian, Marcin und ich konnten in der Zeit noch die Gegend erkunden?

Die Gegend war, obwohl es nicht so weit vom Zentrum entfernt liegt, doch sehr viel ländlicher als in T-Nagar. Sehr interessant dort spazieren zu gehen.

Die Verlobung an sich war ein sehr interessantes Ereignis. Es war extrem laut die ganze Zeit, ein Trommler und ein Trompeter haben meist musiziert, alle Gäste haben sich unterhalten und der Leiter der Zeremonie hat irgendwelche Sachen geschrien. Auch die Nutzung der Handys war etwas anders als bei christlichen Veranstaltungen, es scheint quasi zum Guten Ton zu gehören, sein Mobiltelefon zu nutzen. Der zukünftige Bräutigam hat während der Zeremonie 2 Mal telefoniert und der Leiter der Zeremonie hat seine Gesänge auch einmal für ein scheinbar wichtiges Telefongespräch unterbrochen. In deutschen Veranstaltungen undenkbar…

 

Die zukünftige Braut, Kavitha, machte mir allerdings nicht den allerglücklichsten Eindruck. Vielleicht könnte es damit zusammenhängen, dass Ihr Bräutigam Ihr Onkel ist, und die Hochzeit von der Familie arrangiert wurde. Ihre Kinder werden also auch gleichzeitig Ihre Cousins sein…

Auf dem Weg nach Hause, nach einem guten Essen, sind wir noch an einem Tempel vorbeigekommen, an dem gerade eine Prozession stattfand. Wir wurden in den Tempel eingeladen, durften die Prozession anschauen und wurde sogar auf eine Hand voll Reis eingeladen. Es war eine Art Götterspeisung. Zuerst durfte der Gott essen, und dann hat jeder Anwesende auch Reis bekommen.

Einladung in Kavitha’s Haus

August 23rd, 2007

Heute hat uns Kavitha, eine Kollegin von Ellen, zu sich nach Hause eingeladen. Ellen arbeitet beim Roten Kreuz, und Kavitha und Ihr gute Freundin Pokodilla wohnen mit Kavithas Familie in dem Haus.

Da Kavitha am Sonntag ihre Verlobung feiert, und Ellen am Mittwoch Chennai verlaesst, wurden fleissig Geschenke ausgetauscht. Ellen hat eine recht grosse und kitschige Puppe geschenkt bekommen, die sich drehen und musizieren kann. Ueber den Kitschfaktor der Puppe wage ich hier jetzt keine Aussage zu treffen, aber jedenfalls kam das Geschenk von Herzen. Ellen hat allen Saries geschenkt, was die Beschenkten fast zu Traenen geruehrt hat.

Uns wurde jedenfalls ein gutes Abendessen serviert, wir bekamen Chapati mit einer Tomaten und einer Chocossauce. Sehr lecker. Die selbstgemachten Speisen haben noch viel besser als im Restaurant und tausend mal besser als auf der Arbeit geschmeckt. Es war einfach sooooo lecker. Und die Leute waren so unglaublich nett!

Allerdings sind die Wohnverhaeltnisse, in denen die Familie lebt, fuer europaeische Verhaeltnisse mehr als aermlich. Die Familie hat 2 kleine Zimmer zur Verfuegung, in denen alles Leben stattfindet. Schlafen, Kochen, Waschen, und das mit 5 Leuten auf weniger als 30 Quadratmetern. Momentan schlafen die Eltern von Kavitha, Ihre Freundin und die Grossmutter in dem Schlafzimmer. In der Kueche schlaeft wohl niemand, und bald kommt noch der Ehemann dazu…

Chinese Medicine Party

August 22nd, 2007

Heute hatten wir, auf Vorschlag von Bala, eine Chinese medicine Party. Was genau die Chinese Medicine war, bleibt ein Geheimnis des Kochs, aber es hat wohl den meisten Leuten geschmeckt…

Viefke’s Birthday Dinner

August 21st, 2007

Heute war ich zu Viefke’s nachtraeglicher Geburtstagsfeier eingeladen. Viefke, mein kleiner Dutch Devil :)

War ein sehr netter Abend, mit netter Gesellschaft, excellentem Essen und wunderschoenen Frauen. Was will man mehr :)

Nur der arme Stefan tat mir leid, der arme hat sich eine Lungenentzuendung eingefangen…

Trip nach Hyderabad

August 20th, 2007

Vom 17.8. bis 20.8. haben wir, wir sind Yuki, Nienke, Ellen, Viefke, Marcin, Brian und ich, in Hyderabad verbracht. Wir sind per Nacht-Zug gefahren, mal wieder in der Sleeperclass und haben ca. 15 Stunden fuer einen Weg gebraucht. War aber ganz ok, der Schlaf war viel erholsamer als bei der Bangalorereise, da man die komplette Nacht schlafen konnte.

 

Wir hatten uns ein recht strammes Programm fuer die beiden uns zur Verfuegung stehenden Tage vorgenommen, aber leider haben wir unseren Lonely Planet (die Bibel fuer Indienreisende) vergessen, so dass wir vielleicht die eine oder andere Sehenswuerdigkeit verpasst haben. Brian hatte den Lonely Planet vor allerdings schon ausgiebig studiert, so dass wir die wichtigstens Plaetze besucht habe sollten.


Nach unserer Ankunft sind wir erstmal zu einem grossen See im Stadtzentrum gefahren, in dem eine grosse Buddastatue steht. Hier sind wir herumspaziert, und haben einen nahegelegenen Tempel besucht. Der Tempel war sehr eindrucksvoll, ganz aus weissem Marmor gemacht, recht gross und auf einem Huegel gelegen, so dass man einen schoenen Blick ueber die Stadt hat. Leider waren Kameras im Tempel verboten, so dass ich diesen schoenen Ausblick nicht festhalten konnte.

 

 Nachdem wir den Tempel besichtigt haben, sind wir zu einem AIESEC-Apartment gefahren, in dem wir uebernachten konnten. Hier haben wir Nienke getroffen, die per Flugzeug nachgekommen ist, weil sie noch ein spontanes Meeting in Bangalore am Freitag Abend hatte. Die AIESECer in Hyderabad haben sehr schoene und grosse Wohnungen in einer sehr exklusiven Gegend, und zahlen eine ganze Ecke weniger Miete als wir in Chennai. Naja, auch egal…

 

Ohne laestiges Gepaeck ging es dann weiter auf Erkundungskurs. Wir sind in die Innenstadt gefahren, und haben dort eine Menge Sehenswuerdigkeiten abgeklappert. Angefangen haben wir beim Chaminar, einem Monument, dessen Sinn sich mir nicht ganz erschlossen hat, was aber nett aussieht. Direkt daneben ist eine riesige Moschee (2. groesste in Indien) und ein sehr eindrucksvolles Krankenhaus. Eigentlich sollte in der Naehe (wenn man unserem Stadtplan glaube kann, den wir fuer 25 RS gekauft haben) auch noch ein Schloss sein, allerdings war es nicht ganz so nah, und als wir es endlich gefunden haben, war es genau 5 Uhr, und ungluecklicherweise schliesst der Palast um 5 Uhr. Naja, Pech gehabt…. So konnten die Maedels noch schoen auf dem Basar schoppen, und wir Jungs haben bei einem Kaffee auf sie gewartet. Armreifen und andere Schmuckstuecke weckten bei uns kein sehr grosses Interesse…

 

Nach dieser Shopping Tour war der Shopping Hunger noch nicht gesaettigt, und wir sind ins City Center gefahren, eine grosse Mall. Hier haben wir erst einige Stunden geshoppt, und dann, sehr hungrig und durstig, unser Abendessen zu uns genommen. Nach diesem anstrengenden Tag haben wir auf weitere Parties mit den AIESECern verzichtet, und sind ins Bett gegangen. Schliesslich wollten wir am naechsten Morgen ja frueh aufstehen…

 

 

Am Sonntag stand dann das Fort und die Grabstaetten in der Naehe des Forts auf dem Programm. Das Fort war sehr eindrucksvoll. Es ist auf einem Berg gelegen, von dem man einen sehr schoenen Blick auf Hyderabad hat. Wir haben ca. 3 Stunden auf dem Gelaende des Forts verbracht, sind auf dem Berg gestiegen, und ich habe verdammt viele Bilder geschossen. Brian und Marcin haben eine Gruppe junger Inder getroffen, die sich sehr ueber uns Fremde gefreut haben, und dies sehr lautstark zum Ausdruck gebracht haben.

 

Die Grabstaetten waren zwar auch ganz nett, aber nicht ganz so eindrucksvoll wie das Fort. Es handelte sich hauptsaechlich um riesige leere Bauten, bei denen sich in der Mitte ein Grab befindet.

Mocca am Unabhaengigkeitstag

August 16th, 2007

Nach dem ereignisreichen Unabhaengigkeitstag beim Roten Kreuz wollten wir den Abend im Mocha, einer arabisch angehauchten Kaffee und Shakebar ausklingen lassen. Allerdings war aufgrund des Unabhaengigkeitstages heute ein DJ engagiert, der den Laden beschallte, in einer Lautstaerke, die Konversation nicht gerade leicht macht. Aber es war trotzdem ein schoener Abend.

Wir haben nett etwas gegessen und uns an den Annehmlichkeiten von Mocca erfreut.

Indischer Unabhaengigkeitstag

August 15th, 2007

Heute ist Indischer Unabhaengigkeitstag! 60 Jahre Indien.

Wie haben diesen Tag bei einer Veranstaltung des Roten Kreuzes verbracht. Ellen, meine hollaendische Mitbewohnerin, arbeitet dort und hatte die grosse Ehre als Mutter India verkleidet an der Veranstaltung teilzunehmen. Samantha (neue Praktikantin aus der UK), Yuki (mein Japanischer Zimmergenosse), Nienke und ich.

Die Veranstaltung bestand aus mehreren indischen Taenzen, Gesang, und Reden. Als Ehrengaeste waren eine aeltere Damen eingeladen, deren genau Funktion ich allerdings nicht genau kenne. Es war sehr interessant diese Feier zu erleben, auch wenn die Reden etwas langatmig waren und fuer uns nur bedingt interessant, weil sie komplett in Tamil gehalten wurden.

Nach den Vortraegen wurde uns noch die Einrichtung gezeigt. Das Rote Kreuz betreut und foerdert viele Behinderte (bin mir nicht sicher ob das der politisch korrekte Ausdruck ist), bietet Ihnen Ausbildungsmoeglichkeiten, Schlafplaetze und Essen. Alles ist recht aermlich (z.B. die Druckereimaschinen sind mindestens 100 Jahre alt) aber die Leute sind so froh wenn sie uns sehen, sie sind sehr freundlich und wollte das wenige was sie haben mit uns teilen. Eigentlich wollten wir nach der Veranstaltung zu Pizza Hut gehen, aber wir wurden zum Essen eingeladen und haben das Samba Reis geniessen duerfen.

Ellen’s Kolleginnen waren auch total niedlich, sie haben sich total darueber gefreut, wenn ich Bilder mit Ihnen gemacht habe. Wenn ich es richtig verstanden habe, bin ich jetzt am 26.8. auf einer Hochzeit eingeladen…

Krankenhausaufenthalt und Operation

August 7th, 2007

Danke der recht schmerzhaften Entzuendung, habe ich mich durchgerungen, nochmal beim Arzt vorbeizuschauen. Der Arzt meinte, man koennte versuchen, die Wunden so zuheilen zu lassen (Dauer mindestens 5 Monate), oder die ganze Sache operieren (Genesungsdauer 10 Tage). Da fiel mir die Wahl nicht schwer, 5 Monate mit so einer Wunde am Bein rumlaufen ist kein Spass.

Als Krankenhaus habe ich uebrigens das Apollo Hospital gewaehlt. Es soll das beste Krankenhaus in Chennai sein und ueber die Grenzen des Landes bekannt sein. Jedenfalls machte das Krankenhaus einen sehr guten Eindruck, es gibt fuer auslaendische Patienten einen extra Schalter, an dem verstaendliches Englisch gesprochen wird.

Bei meiner Einweisung hat mich Ellen, ein sehr nettes Maedel aus Holland, aber mehr dazu spaeter, begleitet. Bei der Einweisung kam dann die grosse Ueberraschung: das Krankenhaus wollte mich nur aufnehmen, wenn ich einen “Attendant” habe, also eine Person, die die ganze Zeit bei mir ist. Ellen hat diesen harten Job uebernommen und mich die 5 Tage gut umsorgt :)

Obwohl mir nicht ganz klar ist, weshalb man so einen Attendant braucht, ich war zwar noch nicht so oft in einem deutschen Krankenhaus, aber die Schwesterndichte erschien mir doch verdammt hoch zu sein. Alle 10 Minuten kommt jemand ins Zimmer, entweder um irgendwas zu messen, Pillen zu geben, zu fragen ob alles in Ordnung ist, zu fragen ob etwas fehlt, Essen zu bringen, Getraenke zu bringen, die Zeitung zu bringen, das Zimmer zu reinigen, das Badzimmer zu reinigen oder Mosquitospray zu verspruehen. Es war also quasi Stress :)

Die Operation verlief uebrigens sehr gut, ich wurde komplett betaeubt, und hatte danach erstmal strikte Bettruhe. Zum ersten Mal hatte ich im Krankenhauszimmer laengeren Zugang zum indischen Fernsehn, und ich muss sagen, dass ich nichts verpasst habe. Meist blieb die Flimmerkiste aus…

Nach 5 Tagen Krankenhaus, mehreren netten Besuchen (danke Ieva und Stefan) und einigen Schmerzen durfte ich das Krankenhaus verlassen, und mit meinem Verband herumhumpeln.

Wunde entzündet

July 26th, 2007

Aua,

habe mir eine unschöne Entzündung meiner Wunde zugezogen. Heute, als ich wieder beim Arzt war, wurde sie erstmal schön gereinigt. Eine recht schmerzhafte und blutige Angelegenheit. AUA. Naja, werde die netten Schwestern wohl jetzt jeden Tag besuchen, bis es besser ist…